Zielgruppe

Das Angebot richtet sich an Menschen nach Beendigung der Schulpflicht bis zum Pensionsalter, die auf Grund ihrer psychischen, geistigen und/oder psychosozialen Beeinträchtigung nicht in der Lage sind, den Anforderungen am ersten Arbeitsmarkt ohne Unterstützung gerecht zu werden. Unterstützt werden Personen die willens und in der Lage sind, sich entsprechend ihrer Neigungen und Ressourcen am Arbeitsmarkt zu qualifizieren.

Neue Wege

Der Verein „IMMANUEL“  Verein für gemeindenahe psychosoziale Dienste am Nächsten, entstammt sehr stark aus der Überzeugung, dass Menschen mit Benachteiligungen ihre Hilfe und Unterstützungsangebote verstärkt auch aus dem gesellschaftlichen Miteinander heraus erhalten sollen und können. Denn oftmals überbordete institutionelle und damit zentralistisch gesteuerte Hilfeleistungen führen vielfach zu gesellschaftlicher Entfremdung,  wie auch unerwünschten Gettoisierungen für Betroffene – Merkmale welche wohl im Widerspruch zur gesellschaftlichen Normalität stehen …
Als Anstoßgeber und Mitbegründer dieser Sozialinitiative erinnere ich mich gerne zurück an die Zeit, wo wir aus den verschiedensten  gesellschaftlichen Gruppierungen, begleitet von verschiedenen wohlwollenden Persönlichkeiten eine hohe  Bereitschaft und Spontanität für diese neue Form der „gesellschaftlichen Integration“ erfahren durften. Es war ein schöner gemeinsamer Aufbruch mitgetragen von vielen Menschen, Gemeindeverantwortlichen, LokalpolitikerInnen, Körperschaften und Institutionen im Bezirk – bis hin zu Verantwortungsträgern seitens des Landes OÖ - Abteilung Soziales.
Dieses inzwischen vielfach gelebte menschliche Miteinander kann und soll uns Mut machen den begonnen Weg  gemeinsam weiter zu gehen bzw. auch weiter zu entwickeln. Denn wirkliche Integration/Inklusion und gelebte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist letztendlich immer noch dort am besten möglich - wo  Menschen einander begegnen, sich achten und bereit sind für einander da zu sein.
Die wirklichen Herausforderungen unserer Zeit im Bereich der sozialen Arbeit liegen daher nicht so sehr in der Weiterführung von zentralistisch, technokratisch-  ausgerichteten  Sozialmanagement- Strukturen. Die Zukunft braucht vielmehr den Aufbau von überschaubaren, einer den eigenen sozialethischen und sozialräumlichen Vorstellungen entsprechenden neuen Kultur des Helfens, wo sich soziale Nahversorgung in vielen kleinräumlichen quicklebendigen Sozialbiotopen darstellt und als solche für alle Menschen erlebbar wird.   

 

Kons. Felix Diesenreither

(Obmann-Stellvertreter)

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